Ubuntu fordert beim Download zum Spenden auf
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Was auch immer Canonical anstellt, es ist nie recht. Seltsam, warum ist das so schwer den Button: "Nicht jetzt, … Download" anzuklicken wenn man nichts spenden will. Andere Projekte machen das schon lange so, da nörgelt doch auch niemand rum. Setzen die eine Linse regen sich alle auf, obwohl man so was auch deinstallieren kann, und nun setzen die auf Freiwilligkeit beim Spenden, ist das auch wieder nicht richtig. Mal ne frage, warum nutzen alle denen das nicht gefällt überhaupt noch Ubuntu?
Also man sollte auch mal darüber nachdenken was so ein Projekt wie Ubuntu an Geld kostet und wie viel bereits über Jahre in die Weiterentwicklung geflossen ist. Wer sich davon genötigt fühlt soll doch bitte zur Windose wechseln und 150 EURO für eine popelige Home Edition bezahlen. Statt alles zu kritisieren sollte man dankbar sein das es sowas wie Ubuntu überhaupt gibt.
Was für eine gequirrlte Scheiße.
1. Artikel überhaupt gelesen? Ich kritisiere die speziellen Tricks, die hier benutzt wurden um Besucher zum Spenden zu verleiten, nicht die Spendenaufforderung selbst. Die hab ich selbst vorgeschlagen.
2. "Man sollte dankbar sein". Woher die priesterliche Dankbarkeit? Nen scheiß sollte man dankbar sein, man nutzt etwas, was kostenlos angeboten wurde und zu dessen Nutzung man aufgefordert wurde. Der einzige Wert, den Ubuntu hat, ist dass es von Leuten wie uns genutzt wird.
Man kann dafür den Machern für gute Arbeit Respekt entgegenbringen, man kann wie ich früher Support anbieten, aber niederknien und in stiller Andacht dankbar sein, das sicher nicht.
he he, sehr gelungen finde ich die unten stehende aussage zum aktuell eingestellten gegenwert.
schiebt man alle regler auf maximum, entspricht der wert von $1000,- einem acht jahre alten kamel :-)
Netter Fund. Definitiv gut gemacht, find ich auch. Schon der Vergleich bei den kleinen Beträgen ist kreativ und gutes Handwerk.
Danke für den guten Artikel und dass Du darauf hingewiesen hast. Wäre mir sonst wohl nie aufgefallen. (Okay, habe die Downloadseite von Ubuntu auch noch nie besucht. ^^)
Danke Dee.
Die Downloadseite in unserem Wiki war ja auch viel besser ;)
Guter Artikel! Manche Leute wollen einfach ihre Illusion nicht verlieren und halten an ihrer "Canonical macht immer alles richtig" Einstellung fest.
Dass es auch ohne den ganzen Mist geht zeigt Debian. Da muss keiner zu Windows zurück.
Eine Werbe-Lense hier, eine trickreiche Spendenaufforderung da.... das nimmt immer mehr zu.
"Ja aber Canonical ist doch eine Firma" fangen dann alle an zu rufen - aber wenn ich ein kommerzielles Produkt von einer Firma will, dann kann ich gleich Windows kaufen.
Debian ist Linux, wie ich mir das vorstelle.
Stimmt, geh zu Windows zurück ist ziemlich unqualifiziert. Hast du zufällig Erfahrungen damit, wie einfach es ist, unter Debian das Ubuntu-Design, inklusive Notify-OSD, einzusetzen?
Notify-OSD ist in Debian testing und fürs Design sollte man einfach die entsprechenden Ubuntu theme Pakete istallieren können.
Das klingt gut, Danke. Mit Notify-OSD spricht für mich als IceWM-Nutzer wohl kaum was gegen Debian.
Als Analyse der Designentscheidungen bei der Gestaltung der Spendenseite ist dein Blogpost gelungen. Die mit eingebaute Kritik finde ich aber überzogen, denn Falschinformationen, versteckte Kosten oder andere wirklich* verwerfliche Tricks finde ich keine. Offensichtlich ist die Seite darauf ausgelegt, dass der Benutzer zum Bezahlen motiviert wird, aber alles andere wäre irgendwie doch auch ein handwerklicher Fehler.
Ja, die Überschrift, die Platzierung der Buttons und andere Details bringen die Erwartung zum Ausdruck, dass der Benutzer wenigstens ein klein bisschen was gibt. Warum auch nicht? Die Voreinstellung von 16$ ist keineswegs viel für ein Betriebssystem (auch wenn es "nur" eine Distribution von vorhandenen Komponenten ist).
Ich hoffe, das Konzept funktioniert, denn diese Art der Finanzierung ist ungleich sympathischer als fest verdrahtete Cloud-Services oder Amazon-Werbung. Prima!
> Ich hoffe, das Konzept funktioniert, denn diese Art der Finanzierung ist ungleich sympathischer als fest verdrahtete Cloud-Services oder Amazon-Werbung. Prima!
Da geb ich dir im Grunde völlig recht. Auch wenn mich Ubuntu One nie gestört hat. Wenn jeder Nutzer Canoncial 1$ geben würde, hätten die kaum noch Probleme.
Bedenke, dass ich die Seite auch nur im Graubereich, nicht als komplett daneben bewerte. Als HCI-ler fallen mir solche Manipulationsversuche direkt ins Auge und ich bleibe dabei, dass sowas nicht zu Ubuntus Philosophie passt. Man kann eine solche Spendenseite ohne die Tricks aufziehen, und erst wenn das scheitern sollte, darf man von mir aus nochmal über trickreicher überzeugendere nachdenken.
"Gequirrlte Scheiße". Wer so die Kommentare anderer bewertet, wird keinen sehr großen Erfolg im Bloggen erreichen, denn diese Art von Reaktion auf einen keineswegs kritischen Kommentar ist SCHEISSE. Mal ganz abgesehen davon, dass der Artikel an sich einfach schlecht und überflüssig ist.
Schöne Grüße.
PS: Posten Sie lieber was aus einem interessanteren Bereich, z.B. Ihren Experimenten mit IceWM, da haben die Leute mehr von.
Ich lass das hier mal stehen.
Erstens hat meine Bewertung des Kommentars seinen Grund, und den schrieb ich dazu. Zweitens ist "Erfolg im Bloggen", abgesehen von ein paar erreichten Minimalzielen, nicht gerade hoch auf meiner Prioritätenliste.
Meine Seite, meine Regeln, und ein bisschen Anstand beim Kommentieren gehört dazu - insbesondere das Lesen des Artikels, und das fehlte hier.
Ich lasse eine angemessene Antwort hierauf zu, aber generell werde ich weitere Kommentare in diese Richtung löschen.
PS: Freut mich, wenn die IceWM-Artikel gefielen.
Ich finde es wirklich faszinierend wie einfach überall in der Online Welt das "dein Kommentar dazu ist überflüssig" auftaucht. Wobei.. faszinierend ist der falsche Ausdruck... beängstigend trifft es eher.
Meinungsäußerungen sind NIE aber wirklich NIEMALS unnötig.
Aber Hauptsache möglichst vielen Leuten gefällts.. das ganze führt nur zu einer scheinheiligen Gesellschaft bei der alle nur der einen vorgegebenen Meinung folgen und bloß nicht aufmucken.
Was läuft nur falsch. :(
Zu dem Artikel selbst muss ich sagen, dass er mir gefällt und recht gelungen erscheint.
Vorallem ist die Analyse in meinen Augen sachlich.
Ich würde deinen Kommentar liken, nur fehlt der Button ;)
Ich glaube, wer bei so einer Pay-What-You-Want-Seite nicht richtig hinguckt und einfach mal locker weiter klickt, der hat vermutlich auch nicht die größten Geldsorgen. Klar sind die Elemente auf der Seite leicht manipulierend gesetzt, aber es sind doch nicht alle User strohdumm. Gerade wenn es um Geld geht.
Was vielleicht noch nett zu wissen ist, das beim Server Download die Spendenseite nicht erscheint.
Danke, ja, das ist nett zu wissen.
Wenn ich das Richtig mitbekommen habe, dann ist der Typ hier:
http://www.jonobacon.org/contact/
Für dieses Änderung verantwortlich.
Da du meiner Meinung nach bisher den besten Artikel zu dem Spendendialog geschrieben hast möchte ich dir ans Herz legen deine Auffassung diesem Herrn Jono Bacon zu schreiben. Dieser Art sachlicher Kritik kann man sich in seiner Position nicht einfach entziehen.
Grüsse
Tomboy
Ich glaube eigentlich nicht, dass Jono dafür selbst verantwortlich ist. Aber er ist wahrscheinlich die richtige Ansprechperson, da er die Änderung ja auch kommuniziert hat. Ich habe ihm tatsächlich mal eine sehr höfliche mail geschrieben, auch aus Interesse, ob und wie er darauf reagiert.
interessanter Artikel, hab wo anders noch gelesen, dass die Spende steuerlich nicht absetzbar sei und an Canonical Ltd geht und nicht etwa an die Ubuntu Foundation....
Meiner Meinung nach hätte es ein einfacher Spenden-Button auch getan, dass man da jetzt einen Regler hin und her schieben muss ist nicht wirklich optimal.
Hoffentlich wird sowas nicht Teil des Installers, denn das wäre beunruhigend, wenn man Nutzer zu Ubuntu bringt und denen erzählt, dass es ja 100% free ist und die plötzlich so direkt auf eine Spende gedrängt werden, wird es nicht unbedingt zur weiteren Verbreitung beitragen.
Ja, die Spende geht direkt an Canoncial und werde dann von ihnen verteilt. Wie sich das auf die steuerliche Absetzbarkeit in Deutschland auswirkt weiß ich nicht, bei den Amis scheint das ein Problem zu sein.
Skandalös, dass in einer vollkommen kommerzialisierten Welt auch der Anbieter freier Software nach Kröten lechzt und dass der gemeine Programmierer evtl. gar eine Familie zu ernähren hat.
Nochmal: NIEMAND wird dazu gezwungen Ubuntu zu verwenden und an Alternativen mangelt es nun wirklich nicht. Natürlich möchte ich niemandem in Abrede stellen gewisse Maßnahmen zu kritisieren und zu thematisieren. Kein Vorwurf an den Autor, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Kritik bleibt mir verborgen. Um hier Stellung zu beziehen, ich finde die Spende-Option wunderbar implementiert und ich werde beim 12.10 Download 5 Euro locker machen, mehr aber auch nicht (ich möchte meinen schwäbischen Wurzeln treu bleiben)! Gerade deshalb wäre ich froh, wenn Canonical bald mal schwarze Zahlen schreibt, denn mit Leuten wie mir sind sie auf lange Sicht verloren!
Sehr guter Artikel. Besser kann man es kaum ausdrücken. Ich benutze Ubuntu seit 2006. Ich finde es vollkommen richtig, das Canoncial um Spenden bittet und Programme verkaufen möchte. Nur die Art und Weise dieses Spendenaufrufs finde ich unseriös und rufschädigend. Ein kleines Fenster, direkt nach dem Neustart einer Desktop-Installation, mit einer kurzen Erklärung für welchen Zweck ich spenden soll ,und mit einem frei wählbaren Betrag ohne irgentwelche Regler würde mich weniger bzw. garnicht abschrecken. Einmalig natürlich. Wichtig ist dabei auch die Lokalisierung ! Wenn ich Geld bezahle möchte ich schließlich verstehen was da steht.
Ubuntu stellte sich immer freundlich und seriös dar. Und das sollte auch in Zukunft so bleiben, damit uns noch lange ein so gutes Betriebssystem erhalten bleibt.
Schöne Grüße aus dem Schwarzwald
Jens Tuchen
Hi,
dass es diese Seite gibt, finde ich nicht verwerflich, ich finde es auch besser so etwas nicht in das Betriebssystem zu integrieren. Es fühlt sich doch besser an, beim Download so etwas zu sehen anstatt dann im System Aufforderungen zum Spenden zu haben.
Dass nicht standardmäßig 0 Euro eingestellt sind usw. kann man Kritisieren. Und deine anderen Einwände sind völlig korrekt.
Ich will nur hinweisen, dass der Quatsch mit "Geh zurück zu Windows oder nutz Debian" irgendwie ... naja .. Quatsch ist.
Ubuntu hat unglaublich viel Entwickelt und gerade um Menschen eine Alternative zu bieten, die sich nicht mit ihrem Betriebssystem auseiandersetzen wollen, ist Ubuntu super. (Debian kann ich diesen Leuten einfach nicht installieren!)
Es wäre also schön, wenn so viele als möglich spenden würden - die es nutzen. Und es ist leider so, dass ein schüchterner Spendenbutton eher übersehen wird als so eine Aktion.
Mein Fazit wär also, wenn es "nur" durch solche Maßnahmen möglich ist, Canonical die nötigen Mittel zukommen zu lassen, warum nicht?
Die Aktion mit der Linse und Amazon seh ich schon kritischer, weil der Nutzer aktiv werden muss um es nicht zu haben.
>Mein Fazit wär also, wenn es "nur" durch solche Maßnahmen möglich ist, Canonical die nötigen Mittel zukommen zu lassen, warum nicht?
Wichtig ist hier das "wenn". Canoncial hat vorher nicht wirklich versucht, Spenden einzunehmen (es gab angeblich eine Spendenseite, aber die sei nicht verlinkt gewesen).
Ich nutze Ubuntu seit Intrepid, werde aber mit Wheezy zu Debian wechseln.
Mein Eindruck zu Ubuntu: Da sind nur noch Pseudo-Weltverbesserer und Facebook-Poser unterwegs (man muss sich nur mal planet.ubuntulinux.org durchlesen), das Projekt ist (leider) gescheitert. Was Shuttleworth will weiss man nicht so recht, sieht nach einem peinlichen Apple-Clone (plötzlich ist bei Ubuntu alles "amazing", "cool" und "awesome") aus. Das Ubuntu-TV hat voraussehbar gefloppt, das Ubuntu-Smartphone wird's nie geben. Und zu Unity muss man nix mehr sagen. Immerhin wurde jetzt ja Cinnamon integriert, das sagt ja alles. Die Entwickler müssen ja schliesslich auch mal arbeiten und nicht nur pseudo-coole Animationen gucken.
Ich würde für eine Distri schon spenden, aber nicht wenn mir solche Peinlichkeiten wie Unity und Amazon-Werbung aufgezwungen werden.
Aber was soll's, war ja ohnehin nur ein hübscher Debian-Abklatsch.
Ich stimme dem Artikel weitgehend zu und möchte auch die Gestaltung loben.
Zwei kleine Kritikpunkte habe ich aber:
<blockquote>
Die Intention der Headline ist "zahle etwas und variiere die Höhe" und nimmt damit den ersten Schritt "zahle überhaupt etwas" vorweg, der bei freier und kostenloser Software eigentlich der wichtigste ist.
</blockquote>
Jahrelang liest man, dass "Free Software" nicht wie in "Free Beer" zu lesen ist - und jetzt ist es das wichtigste? Ich denke zwar, dass für manche, womöglich für viele und gar die Mehrheit der User "Gratis" insofern das wichtigste wäre, wenn man diese befragt. Aber von den Anbietern wurde "kostenlos" - soweit ich es überschaue - nie als das Wichtigste kommuniziert, und kann auch Canonical nicht vorgehalten werden.
Punkt 2 ist das mit den Centbeträgen und ob 16 € nun viel ist. 16 € für ein so umfangreiches Paket ist wirklich nicht viel. Bei Smartphones bekommt man mit 16 1€-Apps viel weniger. Wem 1€ zu viel ist, der läßt es eben. In anderen Projekten mag es das geben - dass es nötig ist, ist damit nicht bewiesen.
Zu dem 2. Punkt muss ich sagen, dass die Smartphone apps von den Entwicklern selber programmiert sind. Cannonical stellt nur zusammen..
Programmierer programmieren Programme - das ist bei Ubuntu genauso. Du meinst wohl, dass bei Smartphoneapps den Programmierern das Geld zugute kommt.
Tja. Dem ist wohl so. Und dem Bäcker kommt das Geld für Brötchen zu.
Wenn Du Dir Deine Distribution selbst zusammenstellen willst und Updates pflegst und so weiter, dann dauert das sicher länger als 16 Stunden. Ich vermute es dauert länger als 160 Stunden, und damit kämst Du auf Opportunitätskosten von 10¢/h. Ob die Arbeit nun Programmieren, Distributionspflege oder Brötchenherstellung ist.
Es geht mir bei dem Geldbetrag nicht um philosophische Wichtigkeitsüberlegungen. Wenn ein Nutzer aufgefordert wird zu spenden, dürfte seine erste Überlegung sein ob er das überhaupt will und nicht die Höhe, so war das gemeint. Die Fragestellung setzt genau da an und versucht, den ersten Schritt zu überspringen.
OT: In der Vorschau hat der blockquote-Tag funktioniert - beim Veröffentlichen nicht. Seltsam.
"Zahle überhaupt etwas" ist bei freier u. kostenloser Software überhaupt das wichtigste, aber keine Wichtigkeitsüberlegung ("philosophisch" habe ich nicht gesagt, und führst Du offenbar jetzt ein, um mir einen Strohmann unterzuschieben) - aber gemeint damit ist, dass wichtiger sei ob überhaupt gezahlt wird, als wieviel?
Das ist ein sinnloser Satz. Man kann nicht überhaupt spenden ohne eine Quantität zu spenden. Man kann auch nicht eine Quantität spenden ohne überhaupt zu spenden. Es ist nicht teilbar und daher kann zwischen ob und wieviel keine Abwägung der Wichtigkeit vorgenommen werden.
Außerdem ist es ja so, dass "Spenden" qua definitionem freiwillig und ohne Gegenleistung geschieht. Hier kann man aber mit einer Unsicherheit bei Personen nicht englischer Muttersprache argumentieren.
Zusammengefasst läßt sich sagen, dass die Maßnahme versucht den Spendenaufruf mit schmierigen Methoden zum Erfolg zu verhelfen. Eine offene Kommunikation der Gründe wäre womöglich erfolgreicher, gewiss sympathischer gewesen.
> Das ist ein sinnloser Satz.
Nein, es ist kein sinnloser Satz.
> Man kann nicht überhaupt spenden ohne eine Quantität zu spenden
Nie behauptet.
Wer zuerst überlegt, ob er überhaupt spenden will, denkt noch nicht automatisch über die Höhe nach. Das ist ein zweiter Schritt, und diesen ersten zu überspringen ist - wie gesagt, vermutlich - der Sinn einer solchen zielführenden Formulierung.
>Eine offene Kommunikation der Gründe wäre womöglich erfolgreicher, gewiss sympathischer gewesen.
Das denk ich auch :)
PS: Ja, die Vorschau ist pures Javascript und escaped scheinbar das html nicht.
Deine Analyse ist sehr gelungen.
Mich stört das, was da gerade abgeht auch und das ist auch einer der Gründe, warum ich Ubuntu den Rücken gekehrt habe.
Das Verhalten von Canonical ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich freiwillig und unentgeltlich engagieren.
Faszinierenderweise gibt es nicht einen einzigen Regler, der dafür sorgt, dass Geld in die Communities gesteckt und diese unterstützt werden.
Stimmt. Es gibt einzig einen für die Beteiligung von Community-Entwicklern an der Ubuntu-Entwicklung.
Debian wird meine Alternative, wenn es zu arg wird. Mit meiner IceWM-Oberfläche bin ich eh an keine Distribution gebunden, da ginge fest alles.
"Schlag ins Gesicht" finde ich nun auch übertrieben. Ich war noch nie bei Canonical und weiß nicht wieviel Ressourcen die übrig haben und in so eine Aktion stecken.
Man ärgert sich, beschwert sich und geht weiter. Wenn man so dünnhäutig ist ...
Ich ärgere mich darüber nicht mehr, die Zeit ist vorbei.
Aber "Klappe halten, weitergehen" ist der verkehrte Ansatz.
Ich finde das eigentlich gar nicht so schlimm, dass Canonical das macht. Es ist halt doch nur ein Konzern und hauptsächlich am Gewinn orientiert auch wenn sie ein ungewöhnliches und grundsätzlich lobenswertes Konzept haben. Und letzten Endes profitiert jeder Nutzer von Ubuntu und seinen Derivaten direkt oder indirekt von dieser Vorgehensweise. Es ist nun an der Community mit den Füßen zu Entscheiden, ob sie bereit sind das mitzumachen oder nicht. Letztlich wird es für viele von uns die eigene Bequemlichkeit sein, die uns davon abhält und damit haben wir wenig Grund uns über derartiges Vorgehen zu beschweren. Sicher ist es absolut richtig kritische Entwicklungen aufzuzeigen, aber nur vom kritisieren wird die Welt auch nicht besser.
Aber Danke für diesen Artikel. Als einfacher Nutzer hab ich mit den Hintergründen nicht so viel zu tun. Schon interessant zu sehen, dass viele Projekte sich in diese Richtung entwickeln, sobald sie eine gewisse Größe und damit Zentralisierung der Strukturen erreichen (oder wie in diesem Fall von Anfang an haben). Die wäre Stärke von (F)OSS liegt doch in der Vielfalt.
Lieber 100 Frickelsysteme (die uns immer wieder vor geistige Herausforderungen stellen), als eines das überall gleich funktioniert und uns zu eine Art gleich geschalteten User-Zombie-Horde macht. ;)
> Ich finde das eigentlich gar nicht so schlimm, dass Canonical das macht.
Ich tatsächlich auch nicht. Ich hoffe, das kommt auch rüber. Mir geht es um das "wie".
Und doch, manchmal hilft kritisieren :)
Ups, der andere Text sollte hier drunter...
Ich finde es auch nicht schlimm, WIE Canonical das macht. Ist ja jedem seine Entscheidung, in wie weit er da mit macht. Wenn es jemanden wirklich stören sollte, gibt es genug Möglichkeiten aktiv zu werden.
Antwort zu allem anderen auch hier.
Das was du hier machst ist ein beliebter und typisch deutscher rabulistischer Versuch, valide Kritik zu entwerten.
1. Kritik wird als Jammern dargestellt. Das ist hilfreich, denn Jammern ist immer negativ, Kritik dagegen könnte auch positiv und/oder berechtigt sein. So wie diese hier.
2. Die Behauptung hinstellen, man solle doch statt zu jammern (man beachte die Verbindung zum ersten Punkt) lieber etwas tun. Auch sehr hilfreich besonders in Situationen wie diesen hier, wo schlicht niemand etwas tun kann - ein Versuch, Kritiker mundtot zu machen.
Ich unterstelle dir jetzt mal schlichtweg keine Absicht. Aber überleg mal, was du hier warum von dir gibst. Insbesondere der Versuch unten, Dirk anzugreifen (erst Kritiker in einer Antwort auf seinen Kommentar negativ darstellen und dann künstlich empört auf Dirks Distanzierung reagieren), ist inakzeptabel.
Aber nur, weil dann jemand anderes etwas tut. Und was nützt es mir, wenn es "manchmal" hilft? Wer garantiert mir, dass es in diesem Falle zu trifft?
Außerdem jammern die meisten Leute lieber und sind oft ganz schön verdutzt, wenn sich wirklich etwas verändert, denn dann kann man ja nicht mehr so schön jammern...
Na, ja, ich habe sechs Jahre "nahezu" hauptberuflich Ubuntu unterstützt und ich sorge mich sehr darum, wie es weitergeht.
Das Thema ist für mich zwar abgeschlossen, aber, wenn ich Kritik habe, dann äussere ich sie auch.
Wenn du dich noch äußerst, hast du damit nicht abgeschlossen. Das ist ein Widerspruch.
Eindimensional betrachtet, hast Du Recht.
Ich benutze das System nicht mehr, aber mir liegen die Leute aus der Community noch am Herzen.
Im übrigen hilft Kritik nur, wenn sie konstruktiv ist. Daran erkennt man auch den Unterschied zwischen jenen, wie wirklich etwas verändern wollen und jenen, denen es ganz gut gefällt immer rumnörgeln zu können.
ps.: sorry, für die Stückelung... kannst es ruhig zusammen beasteln
Gut, da fühle ich mich nicht angesprochen. Ich habe eine Menge konstruktiver Kritik geäussert.
Warum antwortest du denn, wenn du dich nicht angesprochen fühlst? Und warum musst du das extra noch betonen, dass es dich nicht betrifft?
Ich hab mich an keiner Stelle auf dich bezogen...










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Aufgenommen: Okt 12, 10:44