Appstores vs Paketquellen
Donnerstag, 11. März 2010
Sorry, aber deine Kritik am Android Market ist schlicht schlecht recherchiert.
Es gibt den zentralen Android Market, der von Google betrieben wird, und auf jedem Androidgerät vorinstalliert daherkommt. Die anderen beiden sind Nebenprodukte, die nicht im System verankert sind sondern die Software zum Download über den Browser anbieten.
Die "drei verschiedenen Sammelseiten" sind allesamt Seiten auf denen nur Reviews Kommentare und Bewertungen gesammelt werden, die Links zu den Programmen führen alle in den (offiziellen) Android Market.
Und deine "Kritik" am Softwar-Center verstehe ich eben so wenig. Wo genau liegt da die Gratwanderung? Vielleicht versteh aber auch nur ich nicht was du damit meinst.
Es geht darum, als was Software betrachtet wird. Dabei ist der Text keine Kritik an dem bestehenden Software-Center, deine Anführungszeichen total berechtigt, sondern eine Überlegung zu seiner Wirkung.
Ich weiß nicht wirklich, wie ich das groß in andere Worte fassen soll als oben :) Komprimiert ist es einfach der Unterschied zwischen Software als Bestandteil der Distribution (was aber auch universe nur begrenzt ist, schon klar) und Software als kommerzielles Produkt im Apple/Android-Appstore. Dass dies dann ganz andere Ausmaße annimmt, nur dafür sollten die Androidbewertungsseiten ein Beispiel sein.
Gruß
Ok, das hab ich jetzt verstanden. Aber warum sich vor der Welt da draußen verschließen? Es gibt auch kommerzielle Software die schlicht gut ist. und vielleicht auch besser als etwas das man kostenlos als OpenSource bekommt. Und als Nutzer möchte ich gerne die Freiheit haben mir auszusuchen welche Software ich benutzen möchte. Und nicht nur das, ich würde mich zu dem auch noch freuen wenn mir meine Betriebssystem eine einfache Möglichkeit bietet zB kommerzielle Software die nicht direkt zur Distribution gehört zu kaufen zu installieren und auf dem aktuellen Stand zu halten.
Daher kann ich den Weg den Canonical/Ubuntu im Moment geht nur begrüßen, denn OpenSource Software kann nur groß werden, wenn sie auch benutzt wird. Und es sind eben nicht alle Probleme nur mit OpenSource-Software zu lösen, so schön das auch wäre.
Canonical ist meiner Meinung nach auch eine Art Vorbild. Sie (werden) zeigen das man mit OpenSource-Software Geld verdienen kann, und vielleicht animiert das einige andere Softwarebuden auch dazu dieses Modell in Betracht zu ziehen.
Nur von Luft und Liebe kann man eben nicht einkaufen gehen...
Die Frage ist nunmal, ob es wirklich freie Software ist, mit der dann Geld verdient wird - wenn mit freier Software massenhaft Freeware vertrieben wird, wie das in Christophs Artikel als Szenario beschrieben wird, ist das wohl weniger erstrebenswert.
Dass grundsätzlich eine einfache Möglichkeit zum Softwarekauf unter Linux begrüßenswert ist, da stimme ich zu.
Hallo Onli,
den Punkt mit den Bewertungsseiten verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Solche Seiten gibts doch überall. Auch zu FLOSS Software. So lange da nicht jeder eine Kopie der Software hostet, sehe ich da auch kein Problem...
...aber, ich meine dass ich mir unter Sind App-Stores eine Gefahr für die FOSS-Kultur? schonmal die selben Gedanken gemacht habe.
Ein Linux-Appstore sollte kein Ramschladen sein, in dem jeder seine 0815-Software für 99 Cent einspielen kann. Ich hätte nichts dagegen, wenn in einem Linux-Appstore ein Adobe Photoshop für Linux, ein Abby Finereader oder gar ein MS Office für Linux zu kaufen gäbe ;) (Sprich, wenn es hochqualitative Programme, mit Alleinstellungsmerkmalen gibt) Doch das was man in einem Android Market an Schrott findet, das müsste man nicht auch noch fordern.
Ich denke aber das so etwas wie der Android Market nicht für Ubuntu angedacht ist. Ich vermute dass Canonical früher oder später die Partner-Quellen ausbaut. D.h. Unternehmen müssen zahlen, damit sie ihre Software (ob kostenlos oder für Geld) in den Partner-Quellen anbieten dürfen.
Dein Artikel geht wirklich in eine sehr ähnliche Richtung, auch wenn du viel expliziter die Freeware-Problematik ansprichst. Wenn der mal nicht in meinem Hinterkopf gespeichert war ;)
Dein Blogsystem hat den Link von vorhin gekillt. Daher hier nochmal der Link http://linuxundich.de/de/ubuntu/sind-app-stores-eine-gefahr-fur-die-foss-kultur/
Den Link habe ich oben mal eingefügt. HTML wird aus Kommentaren ausgefiltert, aber [link linkname] wie bei ubuntuusers funktioniert.
Canonical muss sich halt umschauen, wie es in Zukunft Geld verdienen kann.
Durch so ein Software-Store kann das vermutlich funktionieren, wie Christoph schon gesagt hat.
Die Qualität der Programme soll wahrscheinlich mit dem Bewertungssystem dargestellt werden, um auch Benutzer die weniger Ahnung haben es leichter zu machen.
Solange die Benutzer, also die Community, mitwirken können, finde ich es in Ordnung. Nur wenns zu einem "Nazi-Store", wie der von Apple, verkommt, wo die Firma dahinter entscheidet welche Software angeboten wird, wäre es sehr traurig.
Warten wirs ab...
Und zu den verschiedenen Software-Quellen, ich denke dass das in Zukunft immer weniger eine Rolle spielen wird, woher man sie bekommt. Ich könnte mir vorstellen das Software-Center wird eine zentrale Verwaltungsstelle für Software, egal in welchem Repository diese liegt.
>Ich könnte mir vorstellen das Software-Center wird eine zentrale Verwaltungsstelle für Software, egal in welchem Repository diese liegt.
Auf jeden Fall, das glaube ich auch. Die derzeitige Version des Software-Centers ist ja genau das, arbeitet direkt auf den Quellen. Und die Benutzung sowie Präsentation der Programme habe ich als recht gelungen in Erinnerung.
Oder meinst du damit die derzeitige Zersplitterung der Quellen per PPAs? Da würde ich nämlich bezweifeln, dass das aufgelöst wird.
Es würde mich allerdings nicht überraschen, wenn Canonical stark reguliert, welche kommerzielle Software in die Quellen kommen wird. Solange das sich nicht auf die übrigen Quellen auswirkt dürfte das aber nicht zu schlimm werden. Abwarten :)
Mit deiner Recherche der "Märkte" für Android bist du leider den falschen Weg gegangen. Es gibt eine durchaus zentrale Anlaufstelle, wenn es um Apps für Android geht - und es ist das Android Market. Der absolute Großteil der Android Geräte wird "mit Google" gebrandet und ist somit vom Verkauf an mit einem Market-Client ausgestattet, die Suche für Apps hätte also kaum zentralisierter sein können. Die drei Webseiten, die du gelistet hast, sind bloß Webfrontends für die gleiche Market-Datenbank - es existiert nämlich keins von Google selbst, da der Zugriff darauf von außen schlicht nicht nötig ist.
Da das Android System an sich frei und offen ist, und Market ein Angebot von Google ist und aus offensichtlichen Gründen nicht offen sein kann, bietet Google nicht für alle Geräte die Market-Funktionalität an. Deswegen gibt es auch ein Paar anderer "Markets", wie das AndAppStore, die auch für andere Geräte zur Verfügung stehen. Das ist zwar tatsächlich nicht ideal, allerdings wesentlich besser als das Prinzip, das zum Beispiel Apple in dieser Hinsicht verfolgt - nämlich eine absolute Eingrenzung der Softwareverbreitung für iPhone/iPod Touch auf den Apple AppStore, der komplett geschlossen ist und wo alle Apps von Apple zensiert werden, bevor sie da rein kommen.
P.S. Danke für die Werbung meines Apps :)
Hi Olex
Ich habe nirgends geschrieben, dass es keine zentrale Anlaufstelle gibt - ich habe den zentralen Markt ja sogar erwähnt. Aber es gibt eben verschiedene Märkte und verschiedene Listingseiten, und dass dem so ist, das halte ich für ein Symptom des Status, welchen Software durch das App/market-modell bekommt.
Selbst das Modell, dass der Markt von Google nur für den Großteil, nicht für alle angeboten wird, ist doch schon das beste Beispiel dafür, dass der Markt eben nicht wie ein Repository funktioniert.
Verschiedene Quellen von Software und Listing-Seiten gibt es schon seit es Software gibt, nicht erst seit dem Aufkommen der App-Stores.
Und, auch Repositories sind nicht allgemein zu verwenden. Ich kann nicht einfach das Ubuntu Standard Repo in ein Debian oder Mint eintragen ohne das System zu beschädigen. Klar ist das Google Problem ein anderes, Sie bieten einen Service an und möchten natürlich das ihre Vertragspartner davon profitieren.
Das alles sind Sachen die man nicht so generalisieren kann wie du es tust.
Ok, wenn die so verbreitet sind, dann zeig mal die generellen Listingseiten für Ubuntu :)



