Sind eine Vielzahl von Ansätzen für eine zu erreichende Sache gut oder schlecht?
Im deutschen Sprachbereich gibt es inzwischen drei Wikis, also Plattformen, für eine deutsche communityerstellte Dokumentation. Das älteste und größte ist das von ubuntuusers, dann kam ubuntu-forum und seit kurzem gibt es eins von kubuntu-de. Drei Ansätze für ein Ziel.
Nun, das hat sicher Vorteile. Fällt eines aus, was bei ubuntuusers schon viel zu oft vorkam, ist noch mindestens ein anderes da. Außerdem können verschiedene Ansätze verschiedene Autoren aufnehmen, z.B. liegt das bewußte Moderieren im ubuntuusers-wiki sicher nicht jedem.
Doch hat es auch Nachteile. Es erzeugt kein Bild der Einigkeit, die deutsche Ubuntucommunity ist, tpyisch deutsch(?), zersplittert und gespalten. Doch da Ubuntu an sich erflogreich ist, dürfte das so schlimm nicht sein, die Zugkraft leidet sicher nicht zu stark. Dafür sind die Neuanmeldungen bei ubuntuusers einfach zu hoch.
Aber es ist der Inhalt, der Sorgen bereiten muss. So wird im Wiki von ubuntu-forum unreflektiert dazu geraten, den Root-Account zu aktivieren. Dies schafft eine potentielle Angriffsstelle und ist nicht sinnvoll, wenn doch eine LiveCD ebenso "bedrohlich" sein kann. Lokale Sicherheit gewährleistet sowas nur in Verbindung mit einem Safe.
Und kubuntu-de? Das Wiki ist noch klein und neu, und doch wird schon jetzt der grobe inhaltlische Schnitzer begangen, Kubuntu als Distribution zu bezeichnen. Ist es nicht, wird es wohl nie sein. Sagt die englische Hauptseite auch klipp und klar.
Nun, Wettbewerb belebt, oder wie es so schön heißt. Derzeit überzeugen die beiden neueren Ansätze noch nicht.
Aber das kann ja noch werden.