Flashvideos in Google Reader anzeigen
Dienstag, 9. März 2010
Im Plugin serendipity_event_xhtmlcleanup existiert eine Option, die Youtubevideos anpasst: Statt des veralteten embed-Tags wird direkt mit dem object-Tag gearbeitet. Das mag für xhtml schön sein, ist aber für den Google Reader weniger toll, denn damit von ihm Videos direkt im Feed angezeigt werden, muss das embed-Tag genutzt werden.
Daher sollte die Option deaktiviert werden, wie es nun auch der neue Standard ist.
Echtzeitkommentare für Serendipity
Montag, 8. März 2010
Dieses Plugin lädt Kommentare per Ajax nach. Ist A auf einer Blogseite und B kommentiert auf der gleichen, erscheint dieser Kommentar zügig bei A, ohne ein Neuladen der kompletten Seite. Da man auf Bildern davon nichts sieht, ich aber irgendwas vorzeigen wollte, habe ich davon mal einen Screencast angefertigt:
Ein paar Einschränkungen:
- Es ist kein echtes "realtime", da das Plugin alle x Sekunden den Server fragt, ob neue Kommentare da sind.
- Die Kommentarformatierung wird zwar (größtenteils) von Serendipity selbst übernommen, aber das Javascript selbst verlässt sich auf ein paar Standards bei den verwendeten Klassen und ids - bei einem komplett angepassten Template kann es also scheitern.
- Etwas Serverbelastung ist natürlich da, obwohl ich versucht habe, das Plugin auch in dieser Hinsicht vernünftig aufzubauen.
Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob das vorhandene Kommentaraufkommen das Plugin rechtfertigt. Ich empfand die Grundidee der automatisch erscheinenden Kommentare immerhin als so sinnvoll, dass ich das Plugin unbedingt bauen musste.
Redesign: Warum "Light"?
Mittwoch, 3. März 2010
"Light" als Motto für das neue Design zu nehmen ist ziemlich gewagt. Zwar bemüht die Designbeschreibung mehr die Analogie zu Licht als zu leicht, aber auch diese ist wohl beabsichtigt:
We're drawn to Light because it denotes both warmth and clarity, and intrigued by the idea that "light" is a good value in software. Good software is "light" in the sense that it uses your resources efficiently, runs quickly, and can easily be reshaped as needed.
Hier wird hoffentlich schließlich wirklich Licht (wenn auch bei einem dunklen Standarddesign, aber egal) als Motto genommen, um dem Fettnäpfchen zu entgehen. Denn Ubuntu ist nicht "leichtgewichtig". Als System, das auf jedem PC laufen soll, ohne angepasste Kompilierung (sowieso: alles vorkompiliert), mit Gnome und Compiz und KDE gehört Ubuntu eben nicht zu den leichtgewichtigen Distributionen. Obwohl im Hinblick auf die einzelne Installations-CD durchaus Bemühungen in dieser Richtung da sind und immer waren und im Vergleich zu Windows Ubuntu natürlich auch "leicht" ist, ist es wohl kaum das passendste Werbeattribut.
Aus den Designbemühungen selbst ist, wie Chris auch schon festgestellt hat, teilweise eine Apple-Kopieraktion geworden, und das ist ziemlich traurig. Das reicht von den nach links verschobenen Fensterkontrollen bis zum lila-pinken Desktophintergrund.
An sich sind Anleihen an fremde Designs ja nicht unbedingt schlimm. Insbesondere an der Fensterkontrolle jedoch zeigt sich, dass das keine wohlüberlegte Aktion gewesen sein kann. Solche Umbrüche, solche Abwanderungen vom Standard, verwirren den Nutzer doch. In diesem Fall verwirren sie sogar die Leute, die an das alte Ubuntudesign gewöhnt waren. Diese Umstellung der Fensterkontrollen im Standard ist komplett unnötig - und damit schlimmer als das eben einfach nur ungewohnte und nicht in das alte, sondern in ein fremdes Markendesign passende pink im Hintergrund.
Wobei ich die Kritik zurückziehe, wenn sich herausstellt, dass die garantiert durchgeführten umfangreichen Nutzertests ergeben haben, dass die linke Seite für Fensterkontrollen inklusive weniger aussagekräftiger Icons wegen irgendwas besser geeignet ist.
Edit: Allerdings sind die Screenshots auf der Wikiseite mit "New GtkThemes überschrieben, Jono Bacon dagegen stellt sie in den Kontext des neuen Designs. Möglich, dass Hintergrund und Fensterkontrollen so nicht Teil des Designs sind. Sieht so aus, als sei es doch bewusst auf links gestellt gewesen, auch das Wallpaper ist inzwischen wohl bestätigt.
Meet The Spartans
Montag, 1. März 2010
Natürlich ist es eine grausam schlechte Parodie. Aber wenn ausgerechnet Spartaner zu "I will survive" händchenhaltend in die Schlacht hüpfen ist das durchaus lustig (und die beste Stelle des Films):
Googles Paketquelle wieder da
Freitag, 26. Februar 2010
Googles Paketquelle, die z.B. für Chrome genutzt werden kann bzw. bei seiner Installation eingetragen wird, war die letzten Tage offline. Nun aber ist sie wieder da und direkt ein Update für Chrome enthalten.
Wer also in den letzten Tagen wegen der Verbindungsprobleme die Quelle entfernt hat, eigentlich aber Chrome nicht ohne Updates lassen will, kann sie nun wieder eintragen.
Echte Arbeitslosenzahlen
Donnerstag, 25. Februar 2010
Klar - die Zahlen stimmen nicht. In der Jungle World wird in einem lesenswerten Artikel zu Westerwelles Oberschichtenpartei von 6,7 Millionen Hartz-IV-Beziehern geredet. Da sind wohl die 1,2 Millionen Ausgebeuteten dabei, die arbeiten und trotzdem Hartz IV beziehen. Dafür fehlen natürlich die Arbeitslosen, die sich nicht melden. Alles in allem sind 6,7 Millionen wesentlich realistischer als die 3,3 Millionen. Und waren es wohl auch schon 2008.
Update: Workflow des Bayes-Plugins
Donnerstag, 25. Februar 2010
Dirk hatte Wünsche, die die einfache Benutzung des Spamblock-Bayes-Plugins betreffen - die aktuelle Version mit diesen Änderungen liegt in Spartacus.
Was hat sich geändert? Die Benutzung ist nun etwas mehr darauf ausgerichtet, mit möglichst wenig Klicks mehr zu bewirken.
- Wird ein moderierter Kommentar als Spam markiert, wird er auch gleich gelöscht.
- Wird er als Ham markiert, bewilligt.
- Es gibt einen Modus zum manuellen Setzen der Grenzen. So kann man z.B. alle Kommentare ab einem Spamfaktor von 70% moderieren, aber alle mit 90% direkt abweisen
Zu beachten ist, dass ich dabei ein bisschen getrickst habe, um das mit meiner eigenen Arbeitsweise vereinbar zu machen. So möchte ich z.B. Spamkommentare die durchkamen nicht nur einmal, sondern so oft als Spam markieren, bis der exakt identische Kommentar (Spam kommt ja nie nur einmal) das nächste Mal abgewiesen würde. Ein Klick auf "Spam" lernt den Kommentar hinter den Kulissen also eventuell mehrfach ein, um ihn über die Spamgrenze zu heben bevor er gelöscht wird.
Warum wir die falsche Diskussion führen
Mittwoch, 24. Februar 2010
Offene Arbeitsstellen (2008): 570 000
Arbeitslose (2008): 3 267 907
Gravenreuths Tod
Montag, 22. Februar 2010
Schlafes Bruder Tod - niemals einfach, ihn zu erleben. Ein Abmahnanwalt, eben auch ein Mensch, hat sich selbst getötet, von diesem Tod liest man an so vielen Stellen, doch wie geht man selbst damit um? Schreibt man darüber (in welchem Ton?), "empfiehlt" man die Nachricht, was überhaupt denkt man selbst?
Die Aufforderung, höflich zu bleiben, wird grün und ist prominent im Heiseforum zu sehen. Und klar: Man will nicht lesen, was eine Horde Trolle aus dem Tod eines Menschen macht (auch trotz dieser Ansage). Aber doch: Beileid für jemanden, der so vielen Menschen das Leben schwerer gemacht hat?
Der Tod als Ende der menschlichen Existenz ist etwas, das wahrscheinlich kein Mensch auf Erden begreifen kann, ohne vor dieser Leere und dem eigenen Ende zu erschauern. So gehen wir doch auch selbst damit um, ignorieren den Tod wo immer möglich, die meisten trösten sich mit der Religion wenn der Gedanke doch auftaucht aus dem Meer des Alltags. Eine prominente Todesmeldung macht genau das, erreicht einen außerhalb des ganzen üblichen Geschehens, und steht dann da.
Wenn geliebte Menschen sterben bleibt wenigstens der Versuch, sich an das gute zu erinnern. Gravenreuth mag für seine Umgebung ein solcher gewesen sein, doch aus der Ferne betrachtet ist das ein Gedanke, auf den man erstmal kommen muss, waren es doch nur Gaunereien begangen an schwächeren, die man selbst von ihm kennt. Kannte. Das macht den Umgang damit nicht einfacher.
Wie die Nachwelt daran arbeitet, sieht man vielleicht am besten an der taz, der Zeitung, die ihn als Feind betrachten musste. Dort steht seine Meldung weiter unten unter "Leben", "Tod eines Anwalt", ist kurz und sachlich. Oben findet man eine andere Todesmeldung, einen echten Abschied, "Unser lautester Leser ist tot", einen Abschied von jemanden, der zwar auch aneckte, aber dabei liebte und wohl geachtet wurde.
Gute Nacht.
Wenn Virtualbox plötzlich keine Medien mehr einbindet
Samstag, 20. Februar 2010
Virtualbox läuft bei mir unter Ubuntu Hardy, um darin mit einem Windows XP zu spielen. Heute wollten sich keine Images mehr einbinden lassen, direkt nach dem Update auf die 3.1.4, es erschien immer die Meldung:
Could not mount the media/drive '/usr/share/virtualbox/VBoxGuestAdditions.iso' (VERR_DEV_IO_ERROR).
Result Code:
NS_ERROR_FAILURE (0x80004005)
Component:
Console
Interface:
IConsole {6375231a-c17c-464b-92cb-ae9e128d71c3}
Callee:
IMachine {99404f50-dd10-40d3-889b-dd2f79f1e95e}Als Lösung öffnet man die Festplatteneinstellung der Maschine, wählt das CD/DVD-Laufwerk aus und in dem Dropdown-Menü auf der rechten Seite als CD/DVD-Laufwerk "leer" (via).
Seitenleistenplugin für Buzz
Freitag, 19. Februar 2010
Die erste Version eines simplen Seitenleistenplugins, um darin den eigenen Buzz-Feed anzuzeigen:
Das ganze ist zwar simpel, aber gut anpassbar - die Darstellung regelt ein Smarty-Template. Nur der Buzz-Nutzername muss angegeben werden, aber die Anzahl der gezeigten Einträge kann man anpassen und die eigenen Blogbeiträge (die, wie man im Bild sieht, von Buzz aus nicht ordentlich verlinkt werden) ausblenden.
Download: serendipity_plugin_buzz-0.1.tar.gz
Buzz (und Serendipity?)
Donnerstag, 18. Februar 2010
Google Buzz scheint recht erfolgreich zu sein. Zumindest hat es meine nähere Umgebung erwischt und so hab auch ich es mal testweise aktiviert. Im Grunde ist es nur ein großer Feed, in dem alle Kontakte alles mögliche reinlenken können, ob das nun Twitternachrichten, Blogposts oder Reader-Empfehlungen sind oder auch eigene, frei geschriebene Nachrichten.
Grundsätzlich also eine Sache, die man in den Blog einbinden könnte. Ob das jetzt ein Seitenleistenplugin ist, das einfach den eigenen Feed anzeigt, oder sonstwas. Den Feed einfach per RSS-Plugin einzubinden geht schon deshalb nicht, weil es ein Atom-Feed ist und Serendipity dafür noch nichts zu haben scheint. An einem solchen Plugin sitze ich also gerade - wenn da Wünsche und Vorstellungen bestehen, gebt Bescheid.
Bush als Comedian
Dienstag, 16. Februar 2010
Zu seiner Amtszeit wurden viele Witze über ihn gerissen, die auf seinen Versprechern und Missgeschicken basierten. In Europa kaum bekannt ist, dass George W. Bush durchaus auch bewusst lustig sein konnte, er auch den richtigen Ton traf. In dem Video unten sieht man eine Rede irgendeiner Veranstaltung, in der er nicht nur Witze über seine Kollegen macht, sondern auch selbstironisch über sich selbst und über die immer noch nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen(!) lacht, um am Ende dann doch noch ernste und patriotische Worte zu sprechen. Das traut man ihm so gar nicht zu.
Dresden - Zwischen Volksfest und Straßenkampf
Montag, 15. Februar 2010
Die Blockade des Naziaufmarsch in Dresden war ein voller Erfolg. Größtenteils friedlich haben an die zehntausend Menschen verhindert, dass 4000 angereiste Nazis die Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke instrumentalisieren konnten.
Es ist die völlig wirkungslose Menschenkette, weit entfernt vom Aufmarsch der Nazis, die in Überschriften nun als eigentlicher Erfolg bezeichnet wird - so z.B. bei Bild (Man beachte auch den völlig unzutreffenden Seitentitel "65 Jahre nach Bombardement auf Dresden: Ausschreitungen – Gewalt zwischen Demonstranten eskaliert", der wohl vom gewünschten Artikelentwurf noch übriggeblieben ist). Eines muss man sich klarmachen: Die Nazis sind in der Neustadt aufmarschiert, die Menschenkette befand sich in der Altstadt, hatte also rein symbolischen Charakter und trug zur Blockade gar nichts bei. Deshalb ist die Menschenkette zwar Thema in der Überschrift, aber wird in den Artikeln selbst dann kaum beachtet. Spiegel dagegen schweigt die erfolgreiche Blockade fast tot, erwähnt das Bündnis nur im letzten Abschnitt, aber die manipulierende Darstellung in den Medien ist fast einen eigenen Artikel wert.
Über die Blockade selbst wird es aber auch von denen, die dabei waren, viele verschiedene Schilderungen geben. Ich stand am Albertplatz, zwar direkt am Bahnhof, aber bei uns gab es keine nennenswerten Probleme mit der Polizei und auch keine direkten Naziangriffe. Gerade die Passivität der Polizei hat überrascht, denn kaum kamen wir am Platz an, schallte uns auch schon ein Megafonruf entgegen, dass die Menge sich entfernen solle. Die Kameras standen auch schon auf erhöhter Position bereit. Wir rechneten also gerade zu Beginn, als dort noch nicht wirklich viele Menschen standen, mit der Räumung - sie blieb aus, obwohl wir irgendwann nur noch eine mehr oder weniger stark abgeriegelte "Ansammlung" (statt erlaubter Versammlung) waren.
Es war aber eine große und gutgelaunte Ansammlung. 3000 größtenteils junge Leute standen dort, hielten ihre Banner in die Luft, tanzten zur Musik und ertrugen stundenlang die Kälte. Erstaunlich viele Jusos (auch aus NRW ;) ) waren hier und eine von ihnen, die ganze Zeit scheinbar gutgelaunt, die immer wieder ihr grünes Peace-Plakat in die Luft hielt und ansonsten mit ihrer Freundin tanzte, verkörperte, wie diese Veranstaltungen laufen sollten: Ein politisches Volksfest als Blockade statt bierernsten Trillerpfeifenaufmarsch, wenn auch umringt von Polizisten auf jeder Seite.
An anderen Stellen lief das anders. Es gab natürlich Zusammenstöße mit der Polizei, und es gab Schlägereien mit Nazis, als Antifa und Nazizüge aufeinanderprallten oder als die Nazis Blockaden im Norden der Neustadt angriffen. Dazu scheint die Polizei dort, wo nicht gerade die dann doch geduldeten Blockadepunkte standen, massiv mit Tränengas und Brutalität gegen die Demonstranten vorgegangen zu sein. Sowieso muss klar sein, dass es kein Familienausflug ist, so wurde z.B. einer unserer Busse an einer Raststätte von Nazis angegriffen.
Im großen und ganzen aber war die Blockade friedlich, und es war eine erfolgreiche Aktion, die Nazis versauerten am Bahnhof. Ein Riesenerfolg des Bündnis Dresden Nazifrei, Gratulation!





